Wieder zu Hause

20. Mai 2010

Am Dienstag um 14 Uhr 10  landeten Mircea und ich in Frankfurt, Wolfgang und Bernhard waren schon einen Tag früher zu Hause.

Irgendwie sehr seltsam, so heimzukommen und dann diesen zähen Verkehr in Deutschland mitzuerleben. Niemand, der Lücken ausnutzt, niemand der abbiegt ohne zu blinken oder sein Vorfahrtsrecht durch Hupen anzeigt. Und rechts überholt hat auch niemand. Sehr, sehr seltsam.

Jetzt bleibt nur noch, das Tagebuch auf Vordermann zu bringen.

Vielen Dank nocheinmal an alle, die uns unterstützt haben und regelmäßig unser Blog gelesen haben. Wir lassen uns noch was einfallen für Euch. Danke und Schukran.

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Abenteuer Amman

20. Mai 2010

Mit dem Carwars Team ans Tote Meer zu reisen war ein Abenteuer für sich. Obwohl Abenteuer eigentlich das falsche Wort ist. So entspannt sind wir auf der ganzen Tour nicht gereist. Es war nur einfach seltsam alles von der Rückbank aus zu beobachten. Die Fahrt zum Toten Meer hat uns durch sehr abenteuerliche, karge Felslandschaften geführt. Und immer, wenn man dachte, tiefer geht es nicht mehr, kam nach der nächsten Biegung wieder eine Abfahrt bis wir schließlich auf 400 Meter unter Normalnull angekommen waren.

Durch Zufall sind wir dann am “In-Point” der jordanischen Jugend gelandet,am Amman-Beach, einer Badelandschaft am Toten Meer. Wichtig für uns: Duschen. 10 Euro Eintritt waren zwar happig, aber nun gut.

Gegen Abend kam dann noch das Wüstensterneteam zu uns an den Strand und gemeinsam haben wir Zelte aufgebaut und die Nacht am Strand verbracht. Schön, dass sie noch Grablichter dabei hatten, so konnten wir am Toten Meer ein Grablicht für unser kürzlich verstorbenes Auto entzünden.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Melonenlaster nach Amman. Selbstverständlich nicht ohn,e dass wir eine Melone essen mussten. Dazu ließen wir uns aber gerne zwingen. In Amman überredete ich ihn,mir eine weitere Melone für 5 Dinar zu überlassen, da er für die Fahrt kein Geld nehmen wollte.

Amman selbst haben wir eigentlich verschlafen, von gelegentlichen Streifzügen durch die Nacht mal abgesehen. Direkt vor dem Hotel war ein Restaurant, das laut allen Reiseführern den besten Humus und die besten Falaffel produzierte. Lecker,lecker, ein ganzer Tisch voller Essen für nur 6 Euro.

Die Siegerehrung am Abend war ganz nett, mehr aber auch nicht. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn wir gewonnen hätten.

Und ich würde gerne den Tag wissen, an dem der Dudelsack Einzug in die arabische Folklore gehalten hat.

Das Buffett war sensationell und dann gab es noch ein bißchen Aufregung, da kein Taxi bereit stand, die vollgefressenen Gäste (anders lässt sich das nicht ausdrücken) ins Hotel zurückzukarren.

Am nächsten Tag hatten Mircea und ich noch einen tollen Tag vor uns. Wir besuchten das älteste noch existierende Haus in Amman (gebaut 1924), fanden dort einen Führer, der uns die Stadt zeigte. Das brachte ihn in Konflikt mit der Polizei, die erstmal seinen Personalausweis einzog und uns inqisitorisch Fragen stellte. Letztendlich kam unser Begleiter wieder frei und alles ging gut aus.

Leider blieb auf Grund einer gewissen Disorganisation der Rallye keine Zeit mehr die ganzen Postkarten abzusenden. Die haben jetzt zwar tolle Briefmarken, müssen aber noch versendet werden. Das tut mir sehr leid.

Am Flughafen waren wir nicht die einzigen Rallyeteilnehmer, die och da waren und sich um die Aschewolke über Europa sorgten. Etwas Aufregung gab es dann noch mal in Ägypten, aber dann war der Rückflug gesichert.

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Everyone rides the bus

14. Mai 2010

Von Aqaba nach Petra gibt es einen Bus, der immer dann losfaehrt, wenn er voll ist. Wir waren die letzten, die noch fehlten.

Das war so der klassische ueberfuellte Orientbus, aber hey! Fuer 4 Dinar pro Person nach Patra. Da kann man nicht meckern. Dreieinhalb Stunden spaeter waren wir da, haben uns bewusst in eine Tourifalle locken lassen und fanden so ganz schnell den Weg in ein “Beduinencamp” eine viertelstunde ausserhalb von Wadi Mousa. Dort war auch schon Team 44 untergekommen.

Die pekuniaeren Details vorab: Fuer 2 Abendessen, 2 Fruehstuecke, 2 Ubernachtungen, jede Menge Getraenke und Mirceas Shishas haben wir zusammen 102 Dinar gezahlt. Wirklich guenstig. Und wir waren nah an den Leuten dran. Besser als im Hotel.

Jane aus Neuseeland, die seit einem Jahr im Camp lebt hat uns von ihrem Leben in Ramallah und in Wadi Mousa erzaehlt, wir bekamen Insidertipss fuer Petra und hoerten haarstraeubende Geschichten ueber die Diktatur, deren Gaeste wir sind.

Petra selbst war anstrengend und einfach nur gross. Wir sind von 9 Uhr morgens bis abends um 18 Uhr durch die Ruinen gekrabbelt und haben lange noch nicht alles gesehen. Mircea und ich sind recht dankbar, dass wir nicht das Anschlussprogramm gebucht haben. Die Teilnehmer mussten naemlich morgens 3 Stunden nach Petra fahren von Aqaba, hatten ein paar Stunden in Petra und mussten um 16 Uhr schon wieder zurueck zum Abendessen. Fuer uns war das wesentlich entspannter. Unser Freund vom Camp hat uns abends wieder abgeholt und ins Camp gefahren. Ueberhaupt waren alle superfreundlich zu uns. Schukran Euch allen.

Heute morgen sind wir 10 Minuten quer uber den Acker und durch ein Wadi hindurch nach “Klein Petra” gegangen. Alles etwas kleiner und wilder als das grosse Petra und vor allem kostenlos. Eine lange, lange Schlucht, links und rechts fuehren Treppen scheinbar in den Himmel und ganz am Ende der Schlucht geht es lange bergauf und man hat die beste Aussicht, die ich in Jordanien bisher hatte.

Auf dem Rueckweg von Klein Petra nach Wadi Rum hat ein Bus extra einen Umweg gefahren um uns aufzulesen. Exzellenter Service.

In etwa 3 Stunden treffen wir uns mit den Leuten vom CarWarsteam und die nehmen uns mit ans Tote Meer.

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Das Ziel: Wir haben es geschafft (aber unser auto nicht)

12. Mai 2010

Die letzte Etappe war mit Abstand die brutalste. Als wir schon glaubten, alles geschafft zu haben, ging es ab durch die Wueste. Und waehrend Bernhard und Wolfgang in ihrem Audi Quattro bequem durch den Wuestensand bretterten und mit den anderen Teams bis kurz vor Mitternacht auf Nachzügler warteten und dabei hungern mussten, da es Essen erst für alle geben sollte, steckten wir wie viele andere Autos auch im Wuestensand und durften buddeln. Meter fuer Meter und Düne fuer Düne ging es voran. In den Minuten, in denen man im Sand steckt, flucht man, aber bereits am nächsten Tag ist alles ein tolles Abenteuer.

Irgendwann war alles dunkel und wir campierten unter freiem Himmel mit anderen Teams in der Wueste. Es war echt traumhaft. Ein bißchen Bier, ein bißchen Chili con Carne, Lagerfeuerromantik pur.

Am naechsten Tag wurden wir abgeholt und es ging weiter bis da ploetzlich ein Stein lag.

kleiner Stein-Sprung

grosser Stein-Sprung

Riesenstein-Kabong-Oel laeuft aus. Weiterfahrt im Jeep ins Lager.

Gegen 12 hab ich Mircea als Fotograf mit dem anderen Teamauto zurRennstrecke geschickt und wartete alleine auf den Abschleppdienst. Eine brutale Fahrt durch die Wueste ein Radwechsel ohne Wagenheber und eine noch brutalere Fahrt zurueck waren aber auch cool.

Als ich im Lager war, war niemand mehr da ausser Mircea. Irgendwie haben wir es geschafft, das Auto in eine Werkstatt zu bringen, die Oelwanne zu kleben und 30 km weit zu kommen, bevor es wirklich haessliche Geraeusche gab und unser Auto endgueltig starb.

Dank an Team 55, das uns zurueck nach Wadi Rum schleppte und uns dann nach Aqabar fuhr.

Dort mussten wir die anderen Teammitglieder leider beim Abendessen stoeren, damit wir einige Sachen bei Ihnen ins Auto packen konnten. Dann ging es fuer Mircea und mich ab an den Strand. Schnell das Zelt aufgebaut und eine Nacht mit gutem Zuzenhaueser am Strand des Roten Meeres verbracht.

traumhaft, einfach nur traumhaft.

Heute morgen sind Mircea und ich schon eine Runde im Meer geschwommen, habven fuer 6 Euro ein libanesisches Festmahl genossen und suchen jetzt dann den Weg nach Petra.

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Team Camelot live!

11. Mai 2010

Watch Team Camelot getting closer to winning the Camel! Every day live!!

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Tag 10: Hamam

9. Mai 2010

Gestern abend im Internetcafe traf ich noch einen netten Deutschen, der sich hier superb auskennt und uns mit Tipps fuer den ganzen Tag versorgt hat.

Leider war es uns nicht moeglich so frueh ins Hamam zu gehen wie er empfohlen hatte (Fruehstueck etc. muessen einfach sein) aber wir wearen die ersten Rallyeleute dort und hatten noch eine Vorzugsbehandlung. Danach noch die typischen Sehenswuerdigkeiten und wenn wir jetzt ins Hotel zurueckgehen sind hoffentlich die Bilder fertig und wir koennen unsere Hausaufgaben machen.

Am Rechner neben mir sass ein junger Deutscher, der seinem Vater via Webcam erzaehlt hat, dass sein Kumpel wieder aus dem Knast draussen ist wegen VIsavergehen. Uiuiui.

Morgen geht es nach Jordanien und dann wird alles geil.

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Tag 9: Das Mindestens-50-Sterne-Hotel

8. Mai 2010

Gestern abend kamen wir in Palmyra an, dass hab ich Euch ja schon erzaehlt. Spannender war es dann schon eine Uebernachtung zu finden. Der Zeltplatz war unauffindbar und niemand wusste etwas. Schade, wie sich heute morgen herausstellte, waere er zwar heillos ueberfuellt gewesen, dafuer aber mitten in den Ruinen.

Das Hotel in das die meisten im Stadtzentrum gingen war unebwohnbar aber teuer. Wir haetten noch auf dem Dach schlafern koennen. Wie gut, dass wir alle vier noch ausserhalb ein Hotel gesehen hatten. Mircea und ich becircten den Hotelbesitzer uns das Dach freizuhalten, waehrend Bernhard und Wolfgang zum anderen Hotel fuhren.

Dort gab es fuer die beiden ein Doppelzimmer und fuer uns das Dach und alles supersauber, freundlich und eigentlich perfekt.

Mohammed hat uns dann erstmal ein libanesisches Bier ausgegeben. Bei den Bierpreisen keine Selbstverstaendlichkeit.

Seine Frau kochte mittlerweile fuer 16 Personen Essen, das aber fuer 25 reichte. Das Hotel, eigentlich fuer 30 Personen ausgelegt, beherbergte um 22 Uhr schon 45 Gaeste und es kamen immer noch mehr. Heute morgen sah ich einige im Flur vor Wolfgangs und Bernhards Zimmer auf dem Boden schlafen.

Mircea und ich hatten waehrenddessen einen sagenhaften Sternenhimmel (Unser 50-Sterne-Hotel) auf dem Dach und wir haben geschlafen wie die Steine. Selbst der Muezzin konnte uns nicht wecken.

Heute morgen haben wir dann den Garten Eden besucht mit seinem wackligen Aussichtsturm. Ich als Teamchef durfte trotz Hoehenangst hochklettern und ein Foto machen. Nur um dann festzustellen, dass Mircea mir froehlich nachkraxelte.

Danach noch die Ruinen besichtigt und dann ab zum Cafe Bagdad auf halber Strecke nach Damaskus. Dort wieder die immergleiche Teams getroffen und ein Auto hat sich unserem Team angeschlossen. Wir sind jetzt zu siebt. Herlzlich willkommen, Dagmar, Hartmut und Markus!

Jetzt ist Feierabend und morgen geht es ab ins Hamman. Endlich wieder sauber sein.

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Tag 7: Syrische Grenze

7. Mai 2010

Aufgabe 1 des Tages war es, in Kayserli den Suzukmarkt zu finden, eine ebensolche Wurst zu kaufen und dann weiterzufahren nach Gasiantep OHNE einen Teppich zu kaufen. Gar nicht so einfach.

In Gasiantep mussten wir den Duisburgbulvari finden. Gar nicht so einfach. Uns hat ein Abschleppwagen durch die Stadt gelotst.  Und dann war es so weit: Die Grenze musste in Angriff genommen werden.

Mitten in der NAcht ein Riesentrubel an der Grenze, da viele Teams gleichzeitig rueber wollten.

War die Ausreise mit 4 Stationen schon spannend, war der Irsinn auf der syrishen Seite unglaublich. Irgendwann waren wir soweit und konnten fahren. Alle ausser Mircea. Irgendwie hatte sich ein iranischer Bus in der Abfertigung vorgedraengelt und es mussten erst 50 Iranerinnen abgefertigt werden.

Irgendwann um Mitternacht waren wir in Aleppo, haben hinter einer Moschee das Zelt aufgeschlagen und 4 mehr oder weniger ruhige Stunden verbracht, bevor es ab zur Rollstuhlablieferung ging.

Aleppo ist ein Moloch und wer da ohne Verfahren durchkommt, verdient meinen Respekt, wir haben es nicht geschafft.

Danach war es um so einfacher: Die Polizisten haben uns den Weg gewunken auf nahezu der gesamten Strecke.

Jetzt sind wir hier in Palmyra und lassen den abend mit andern Rallyeteilnehmern und einem Bier aus dem Libanon ausklingen.

Morgen geht es wieder in die Wueste. Freut Euch auf die Bilder, das sind unglaubliche Landschaften.

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Tag 6: Autorennen ın Istanbul

5. Mai 2010

Ich schwöre, dass alles wahr ist, was ıch hıer erzaehle:

Heute morgen haben sich alle Autos rund um das Fernsehgebaeude des TRT ın Istanbul in LeMansManıer aufgereiht. Dıe polızeı hat dafür eınfach 1 von 3 Spuren der Strasse gesperrt auf eıner Laenge von mehreren hundert Metern.

Nach eıner kurzen Ansprache eınes Abgeordneten und der Rallyeleitung sprınteten wır alle durch das Parkhaus zu unseren Autos und rasten, ja rasten durch die Stadt. Lichthupe, Hupe, Gebrüll. Alles erlaubt. Rote Ampeln? Nıcht mıt uns! Die Strassenbahnspur geht schneller? Ab auf die Gleıse!

Genau zwıschen Hagis Sophia und Blauer Moschee lag der Kontrollpunkt. Hıer mussten alle Teams aus den Autos steıgen, eın Foto schiessen und weıterfahren zur Faehre nach Asien. Und das alles im Berufsverkehr.

Team Camelot immer vorneweg und wır schafften es selbstverstaendlıch noch auf dıe erste Faehre und dann war erstmal Pause. Fachsımpeln mıt den Teams waehrend Asıen immer naeher kommt.

Dann wieder ab ins Auto. Naechster Stop: TRT ın Ankara, knappe 400 km entfernt. Beım Fernsehsender angekommen erfuhren wir, dass das Kommıttee noch ım Stau steckt. Wır sind dann wıe vıele andere Teams auch weıtergefahren.

Dadurch fıel leıder der Vortrag des eınstudıerten türkischen Kınderlıedes flach. Wır holen das für Euch nach.

Jetzt sind wir kurz vor Kayserlı, ırgendso eın kleiner Ort mıt 120.000 Einwohnern. Das waren ınkl. Istanbulverkehr 660 km unsere bisher höchste Tagesleistung. Morgen müssen wır nochmal so einen Riemen runterreissen bis Killis direkt vor der syrischen Grenze. Aber wir wissen ja jetzt wie man Auto fliegt.

Achja, die Polızeı haben wır auch noch überholt :-)

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Hılfe beı den Aufgaben

4. Mai 2010

Wer möchte uns helfen?

Wır brauchen eın typısch Österreıchısches Gerıcht. Bıtte schreıbt uns eın Rezept.

In Bulgarıen haben wır eın Essen namens ‘Hommıny wıth Bacon’ gehabt. Könnt Ihr eınen deutschen Tıtel dazu herausfınden und uns das Rezept geben?

Gleıch steht noch Dürüm auf dem Programm. Bıtte sucht uns eın Rezept.

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