Jan Hartmann 20. Mai 2010
Mit dem Carwars Team ans Tote Meer zu reisen war ein Abenteuer für sich. Obwohl Abenteuer eigentlich das falsche Wort ist. So entspannt sind wir auf der ganzen Tour nicht gereist. Es war nur einfach seltsam alles von der Rückbank aus zu beobachten. Die Fahrt zum Toten Meer hat uns durch sehr abenteuerliche, karge Felslandschaften geführt. Und immer, wenn man dachte, tiefer geht es nicht mehr, kam nach der nächsten Biegung wieder eine Abfahrt bis wir schließlich auf 400 Meter unter Normalnull angekommen waren.
Durch Zufall sind wir dann am “In-Point” der jordanischen Jugend gelandet,am Amman-Beach, einer Badelandschaft am Toten Meer. Wichtig für uns: Duschen. 10 Euro Eintritt waren zwar happig, aber nun gut.
Gegen Abend kam dann noch das Wüstensterneteam zu uns an den Strand und gemeinsam haben wir Zelte aufgebaut und die Nacht am Strand verbracht. Schön, dass sie noch Grablichter dabei hatten, so konnten wir am Toten Meer ein Grablicht für unser kürzlich verstorbenes Auto entzünden.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Melonenlaster nach Amman. Selbstverständlich nicht ohn,e dass wir eine Melone essen mussten. Dazu ließen wir uns aber gerne zwingen. In Amman überredete ich ihn,mir eine weitere Melone für 5 Dinar zu überlassen, da er für die Fahrt kein Geld nehmen wollte.
Amman selbst haben wir eigentlich verschlafen, von gelegentlichen Streifzügen durch die Nacht mal abgesehen. Direkt vor dem Hotel war ein Restaurant, das laut allen Reiseführern den besten Humus und die besten Falaffel produzierte. Lecker,lecker, ein ganzer Tisch voller Essen für nur 6 Euro.
Die Siegerehrung am Abend war ganz nett, mehr aber auch nicht. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn wir gewonnen hätten.
Und ich würde gerne den Tag wissen, an dem der Dudelsack Einzug in die arabische Folklore gehalten hat.
Das Buffett war sensationell und dann gab es noch ein bißchen Aufregung, da kein Taxi bereit stand, die vollgefressenen Gäste (anders lässt sich das nicht ausdrücken) ins Hotel zurückzukarren.
Am nächsten Tag hatten Mircea und ich noch einen tollen Tag vor uns. Wir besuchten das älteste noch existierende Haus in Amman (gebaut 1924), fanden dort einen Führer, der uns die Stadt zeigte. Das brachte ihn in Konflikt mit der Polizei, die erstmal seinen Personalausweis einzog und uns inqisitorisch Fragen stellte. Letztendlich kam unser Begleiter wieder frei und alles ging gut aus.
Leider blieb auf Grund einer gewissen Disorganisation der Rallye keine Zeit mehr die ganzen Postkarten abzusenden. Die haben jetzt zwar tolle Briefmarken, müssen aber noch versendet werden. Das tut mir sehr leid.
Am Flughafen waren wir nicht die einzigen Rallyeteilnehmer, die och da waren und sich um die Aschewolke über Europa sorgten. Etwas Aufregung gab es dann noch mal in Ägypten, aber dann war der Rückflug gesichert.
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